Nahariya-Schüleraustausch 2017


Vom vom 17. bis 27. April 2017 besuchte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Heepen, des Ceciliengymnasiums und des Helmholtz-Gymnasiums Bielefelds israelische Partnerstadt, Nahariya .Nach dem Besuch der Schülergruppe aus Nahariya im Oktober 2016  konnten so die Kontakte weiter vertieft werden. Wir erlebten sehr große Gastfreundschaft in den Familien und sehr freundliche Aufnahme in der Amal School Yizhak Rabin. Zurückgekehrt sind wir mit vielen guten Eindrücken und Lust auf mehr…

Ostermontag, 17.04.2017 – Reise nach Nahariya

Sehr früh trafen wir uns, um gemeinsam vom Bielefelder Hauptbahnhof zum Flughafen nach Düsseldorf zu fahren. Nach dem ca. vierstündigen Flug landeten wir in Tel Aviv, wo wir sehr herzlich von den Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrerinnen aus Nahariya begrüßt wurden.

Sie hatten auch dieses Mal extra Austausch-T-Shirts drucken lassen, die jeder und jedem von uns jeweils von der Gastgeberin bzw. dem Gastgeber überreicht wurden. Die Freude des Wiedersehens war sehr groß. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus nach Nahariya und wurden dort von den Familien begrüßt.

Dienstag, 18.04.2017 – An den Jordanquellen und Begrüßung in der Schule

Der erste Tag in Israel hatte den Schwerpunkt Natur. Zusammen mit den israelischen Schülerinnen und Schülern fuhren wir zu den Banias, einem Naturreservat, in dem sich ein historisches Pan-Heiligtum befindet. Wir wanderten bei herrlichem Sonnenschein gemeinsam durch den grünen Wald – in Israel eine besondere Situation! –, freuten uns an dem klaren Wasser der Jordanquellen und staunten über den mächtigen Wasserfall am Ende unserer Wanderung. Und das alles in dem Wissen, dass unweit dieser so friedlichen Natur hinter den Golanhöhen der Syrien-Krieg in all seiner Schrecklichkeit andauert.

Am Abend fand der offizielle Empfang mit einem abwechslungsreichen Programm in der Schulaula statt. Deutlich wurde die besondere Bedeutung des Schüleraustauschs Bielefeld–Nahariya. Sie wurde in den Ansprachen – sowohl von israelischer als auch von deutscher Seite – immer wieder hervorgehoben. Die israelischen Eltern hatten ein großartiges Büfett vorbereitet, an dem sich alle zusammen stärken konnten.

Mittwoch, 19.04.2017 – See Genezareth

Schwerpunkt dieses Tages waren auf den Spuren Jesu die christlichen Stätten um den See Genezareth: Wir unternahmen bei wunderbarem Sonnenschein eine Bootsfahrt auf dem ruhigen, sich tiefblau zeigenden See. In Tabgha besuchten wir die eindrücklich schlichte Brotvermehrungskirche mit ihren weltberühmten byzantinischen Mosaiken.

Gleich nebenan liegt Kapernaum/Kafarnahum. Die ‚Stadt Jesu’ ist umfangreich archäologisch ausgegraben worden. So sahen wir die Wohninseln, dabei auch das Haus, das als Haus des Petrus angenommen wird und über dem eine katholische Kirche gebaut worden ist.

Eindrücklich für die mögliche Koexistenz: Die Synagoge, die wir sahen, stammt aus dem 4. oder 5. Jahrhundert. Zur selben Zeit wurde unweit von ihr eine Kirche erbaut. Ein solches Nebeneinander war und ist also möglich.

Donnerstag, 20.04.2017 – Beim Bürgermeister von Nahariya und in Akko

Unser Schüleraustausch ist der Jugendaustausch innerhalb der Städtepartnerschaft Bielefeld–Nahariya. Und so war es für uns eine Ehre, ganz offiziell durch den Bürgermeister von Nahariya empfangen zu werden. Er nahm sich eine ganze Stunde Zeit, sprach über Geschichte und Gegenwart von Nahariya, die Bedeutung von Bildung und die des Schüleraustauschs sowie über die anstehenden Projekte in der Stadt und zeigte sich sehr offen gegenüber unseren Fragen.

Anschließend fuhren wir in das nicht weit entfernte Akko: Hier begegnete uns in besonderer Weise die Geschichte der Kreuzfahrer mit all ihren Ambivalenzen. Mit dem Audioguide ging es durch die beeindruckend großen Kreuzfahrerhallen, anschließend den Hamam und das Tunnelsystem der Kreuzfahreranlage.

Das moderne Akko erlebten wir mit dem Schuk, dem arabischen Markt. Und natürlich fehlte auch nicht das Probieren von köstlichen Hummus. Darüber, welches Restaurant in Akko den besten Hummus bietet, gehen die Meinungen allerdings auseinander…

Freitag, 21.04.2017 – Tel Aviv und Jaffa

Im Kontrast zu dem eher geschichtsträchtigen Akko zeigt sich das erst 1909 gegründete Tel Aviv als lebendig-quirlige Metropole. Lebensfroh gibt sich diese Stadt, die sich immer auch im Wechselspiel zu Jerusalem, der heiligen Stadt, versteht.

In der Fußgängerzone der Benjaminstraße sahen wir viele Künstlerinnen und Künstler, die ihre eigenen Werke auf dem Kunstgewerbemarkt anboten. So erinnert uns nun das eine oder andere Souvenir an Tel Aviv. Auch sahen wir etliche Häuser, die in der Bauhaus-Tradition erbaut sind. Hierfür ist Tel Aviv schließlich als ‚Weiße Stadt’, die in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen ist, berühmt.

 Am Nachmittag fuhren wir in das längst mit Tel Aviv zusammengewachsene Jaffa, das schon in biblischer Zeit eine Rolle spielte. Die engen Gassen mit ihren kleinen Ateliers, Galerien und Boutiquen prägen die besondere Atmosphäre des historischen Jaffa. Aber auch der moderne Flohmarkt bot vieles zum Entdecken.

Sonnabend, 22.04.2017 – Schabbat

Der Schabbat war Familientag. Viele machten mit ihrer Gastfamilie Ausflüge in die Umgebung, z. B. nach Rosh Hanikra unmittelbar an der Grenze zum Libanon. Das Mittelmeer hat hier beeindruckende Grotten in das Felsgestein gespült. Mit einer Seilbahn kann man dorthin hinabfahren und die Farbtöne des Wassers in all seinen unterschiedlichen Schattierungen bestaunen. Viele unternahmen auch sportliche Aktivitäten.

Sonntag, 23.04.2017 – Projekte in der Schule und Yom Hashoa

Nach dem Wochenende begann die neue Schulwoche mit Schulstunden, die zwei Gruppen von uns für israelische Schülerinnen und Schüler vorbereitet hatten: Neben grundlegenden Informationen über Deutschland (Lage, Bevölkerung, politisches System…) ging es vor allem darum, gemeinsam ins Gespräch zu kommen: Was ist typisch deutsch, was typisch israelisch? Was verbindet Jugendliche in Deutschland und Israel? Etliche der israelischen Schülerinnen und Schüler hoffen nun, an der nächsten Schüleraustauschrunde teilnehmen zu können.

Im Photostudio der Amal School stand gegen Ende des gemeinsamen Schultages das individuelle Gestalten von Gruppenphotos auf dem Programm. Mit unterschiedlichen Requisiten ließen sich deutsche und israelische Schülerinnen und Schüler photographieren.

Eine Gesprächsrunde, in der jede und jeder seine persönlichen Eindrücke des gemeinsamen Erlebens zum Ausdruck brachte, rundete den Vormittag ab. Immer wieder wurde die große Gastfreundschaft und Offenheit unserer israelischen Gastgeber/-innen dankbar genannt.

 Am Abend waren wir Gäste der beeindruckenden Gedenkfeier zum Yom Hashoa, dem Gedenktag für die Opfer der Shoa. Schülerinnen und Schüler der Amal School hatten diese Gedenkfeier mit Text- und Musikbeiträgen vorbereitet. Es sprachen neben einer Vertreterin der Stadt Nahariya, die uns als Delegation aus Bielefeld ausdrücklich begrüßte, der Schulleiter der Amal School sowie der Hauptrabbiner Nahariyas. Besonders eindrücklich war, wie die israelischen Jugendlichen Überlebende der Shoa auf der Bühne vorstellten und sie dann zu ihren Plätzen begleiteten.

Sehr deutlich wurde, dass der jüdische Staat Israel als Ziel der geschichtlichen Entwicklung und Garant für ein jüdisches Leben in Freiheit und Sicherheit gesehen wird. So beendete auch die Nationalhymne „Hatikvah“ („Die Hoffnung“) die Veranstaltung.

Montag, 24.04.2017 – Judäische Wüste und Totes Meer

Am Morgen hieß es, Abschied von Nahariya zu nehmen. Sehr bewusst war uns, wie reich gefüllt die Tage mit unseren israelischen Gastgeber/-innen waren.

Kurz vor 10.00 Uhr hielt unser Bus an. Wir stiegen aus. Als für zwei Minuten landesweit die Sirenen zum Yom Hashoa heulten, hielten auch wir im Gedenken an die Opfer der Shoa inne. Ein bewegendes Gefühl, wie eine ganze Nation im Gedenken vereint ist.

 Unsere beiden Tage mit Boaz, unserem israelischen Guide, hatten einen roten Faden: David. Wir kamen am Gebirge von Gilboa vorbei. Boaz erzählte die Geschichte davon, wie David hier den toten König Saul und seinen Sohn Jonathan betrauerte und wie die Worte seiner Klage bis heute bei der Beisetzung gefallener Soldaten gesprochen werden.Wir passierten in der Judäischen Wüste den Ort Qumran , der durch seine Schriftrollenfunde weltberühmt ist.

Im David-Wadi, hörten wir die Geschichte davon, wie David Saul verschonte, und wir hörten auf Worte aus Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“

In dieser Landschaft mit ihren hoch aufragenden Bergen erhielten die Worte eine sehr lebendige Rahmung.

Keine Israel-Reise ohne ein Bad im Toten Meer. Am tiefsten Punkt der Erde nahmen wir ein Bad und waren beeindruckt, wie es aufgrund des hohen Salzgehalts möglich ist, sich im Wasser treiben zu lassen, ohne unterzugehen.

In einem nachgebauten Beduinen-Camp erlebten wir Gastfreundschaft und erfuhren viel über das traditionsreiche Leben der Menschen in der Wüste. Auch das Kamelreiten gehörte zu unserem dortigen Erleben.

Bevor die Übernachtung im großen Beduinenzelt stattfand, staunten wir bei einer nächtlichen Wanderung über den klaren Sternenhimmel in der Wüste.

Dienstag, 25.04.2017 – Masada und Jerusalem

 Vor Sonnenaufgang brachen wir zur Festung Masada auf. Wir stiegen über die Rampe auf. Oben angekommen, erlebten wir den eindrucksvollen Sonnenaufgang über dem Toten Meer, der viele still werden ließ.

Unser Guide Boaz ließ uns die mit Masada verbundene Geschichte aus vier Perspektiven erleben. So spielte er äußerst lebendig vier Rollen: Herodes, der als König die prächtige Festungsanlage hat errichten lassen und damit zeigen wollte, dass er selbst die Wüste bezwingen konnte; Silva, der römische Feldherr, der nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 lange nicht in der Lage war, die von jüdischen Aufständischen gehaltene Festung einzunehmen; Flavius Josephus, der zu den Römern übergelaufene Jude, der die Geschichte des Jüdischen Krieges verfasst hat; Elazar, der Anführer der jüdischen Aufständischen, der nach Josephus eine große Rede gehalten hat und damit die Menschen auf Masada zum kollektiven Suizid aufforderte, um den Römern nicht in die Hände zu fallen.

So wurde bei diesen sehr unterschiedlichen Perspektiven auf die Geschichte von Masada klar, dass sich auch für uns heute die Frage stellt: Für welche Werte trete ich ein? Welchen Preis bin ich für sie zu zahlen bereit? Welche Grenzen gibt es?

Von Masada fuhren wir hinauf nach Jerusalem. Auch hier waren wir auf den Spuren Davids unterwegs: Wir besuchten das (symbolische) David-Grab. Boaz erinnerte an die Geschichte von David und Goliath und stellte die Frage, wer heute David, wer heute Goliath ist.

 Im Tunnelsystem der Westmauer bestaunten wir die riesigen Steinblöcke. Wir gingen an die Westmauer, den zentralen Ort des Judentums, sahen die vielen Gebetszettelchen, die Menschen in die Mauerritzen hineingesteckt hatten.

Wir besuchten nun das jüdisches Viertel und nahmen dabei wahr, wie unterschiedlich das Gepräge der verschiedenen Stadtviertel ist.

In der Grabeskirche erlebten wir die tiefe Frömmigkeit von Menschen ganz unterschiedlicher Konfession und Tradition.

Mittwoch, 26.04.2017 – Zionismus und Yad Vashem

Der Herzl-Berg in Jerusalem ist der nationale zionistische Friedhof, auf den die Gebeine Theodor Herzls überführt worden sind und auf dem führende Politikerinnen und Politiker des Staates sowie Soldaten beigesetzt sind. So besuchten wir u. a. die Grabstätten des 1995 ermordeten Ministerpräsidenten Yizhak Rabin (Namensgeber unserer Partnerschule) und des im September 2016 gestorbenen Präsidenten Shimon Peres. Beide Politiker setzten sich mit großem Engagement für den Friedensprozess im Nahen Osten ein und wurden dafür – zusammen mit dem Palästinenserführer Jassir Arafat – mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Deutlich wurde uns beim Besuch dieses Friedhofs die Frage nach der nationalen Identität. Wäre solch ein Friedhof auch in Deutschland denkbar?

In Yad Vashem  („Denkmal und Name“ nach Jesaja 56, 5) erhielten wir eine sehr qualifizierte Begleitung durch diese nationale Gedenkstätte für die Opfer der Shoa. Schwerpunkt waren Kinder und Jugendliche in der Shoa. So begann unser Weg mit der Allee für die Gerechten unter den Völkern am Gedenkbaum für Irena Sendler, die als polnische Sozialarbeiterin eine sehr große Zahl jüdischer Kinder aus dem Warschauer Ghetto geschmuggelt hat. Die jüdische Tradition sagt: Wer ein Menschenleben rettet, rettet eine ganze Welt.

Zentrales Anliegen von Yad Vashem ist es, das Gedenken an die Opfer der Shoa wachzuhalten, die Namen derer zu nennen, denen Name und Identität genommen werden sollte. Deshalb nahmen wir auch im letzten Herbst in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen das Zelda-Gedicht „Jeder Mensch hat einen Namen“ in unsere Gedenkveranstaltung hinein.

Auf unserem Weg durch die Ausstellung von Yad Vashem begleiteten uns etliche Biographien von Kindern und Jugendlichen.

Anschließend besuchten wir das Zelt der Erinnerung sowie das Denkmal für die ca. 1,5 Millionen in der Shoa ermordeten Kinder. Wenige Kerzen leuchten darin vielfach gespiegelt durch die Dunkelheit, während die Namen ermordeter Kinder gelesen werden.

Durch das Tor mit dem Wort aus Ezechiel 37, das von der Restitution des jüdischen Volkes spricht, verließen wir nachdenklich die Gedenkstätte.

Auf dem Yehuda-Markt erlebten wir erneut die große Fülle von Obst und Gemüse, duftenden Gewürzen und köstlichen Backwaren, bevor wir nach Tel Aviv-Jaffa aufbrachen.

Donnerstag, 27.04.2017 – Tel Aviv-Florentin und Rückreise

Für den Vormittag stand eine besondere Tour auf dem Programm: In Florentin, einem inzwischen sehr ‚angesagten’, aufstrebenden bzw. im Umbruch befindlichen Stadtteil im Süden Tel Avivs, erhielten wir eine Stadtführung auf den Spuren der dort vielfältig vorhandenen Graffiti.

Doch zunächst gab es eine sehr schöne Überraschung: Etliche der israelischen Austauschschülerinnen und -schüler sowie zwei Kolleginnen waren extra mit dem Zug aus Nahariya nach Tel Aviv gekommen, um unseren letzten Tag in Israel gemeinsam mit uns zu verbringen!

 „The Street is Your Gallery“ bringt eines der Graffiti, die wir sahen, den Ansatz der Künstlerinnen und Künstler von Florentin auf den Punkt. Wir sahen ganz unterschiedliche Kunstwerke, immer wieder wurden uns die Augen geöffnet – für die verschiedenen Techniken, aber besonders auch für Aussagen, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen. Eindrucksvoll dabei z. B. die ausgedrückte Hoffnung auf eine Lösung des Israel-Palästina-Konflikts, auf das friedliche Zusammenleben der drei abrahamischen Religionen.

Und das Lebensgefühl vieler in Tel Aviv spiegelt sich in einem Graffito, das – in Abwandlung von Psalm 137, 5 – mit einer Schablone an mehrere Gebäude gebracht war: „Wenn ich dich, Jerusalem, vergesse, ist es wegen Tel Aviv.“

Auf dem Weg zum Flughafen machten wir Station in Sarona, einer sehr schön renovierten Templer-Siedlung mit kleinen Boutiquen und Cafés im Schatten der neuen Wolkenkratzer Tel Avivs.

Am Flughafen mussten wir nun endgültig von unseren israelischen Gastgeberinnen und Gastgebern Abschied nehmen. Lange dauerte es, bis unsere Gruppe in die Abfertigungshalle des Flughafens ging…

Nach einem guten und sicheren Flug kamen wir gegen 02.15 Uhr mit dem Bus wieder in Heepen an.

Vieles haben wir gesehen und erlebt: Vergangenheit mit Archäologie, die traditionsreichen Orte von Judentum, Christentum und Islam. Genau so wichtig ist uns jedoch der Blick auf die und der Austausch mit den Menschen, die heute in Israel leben. Diese Verbindung spiegelte sich durchgängig in unserem Programm.

Und so stellt das ‚offizielle’ Programm natürlich auch nur einen Teil des Austauschs dar. Denn neben diesem Programm erlebten wir Land und Leute in und mit der jeweiligen Gastfamilie, deren Verwandten und Freunden. Wir wurden eingeladen und zu Ausflügen bzw. gemeinsamen Unternehmungen mitgenommen.

In die Zeit unseres Austauschs fielen auch der Besuch des deutschen Außenministers und der Besuch des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck in Israel. ‚Große Politik’ ist selbstverständlich wichtig – aber genau so wichtig sind die Begegnungen ‚im Kleinen’, an der Basis: von Mensch zu Mensch. Für uns war es eine Bereicherung, eine Zeit lang mit den Menschen in Ihren Familien zu leben, ihren Alltag zu teilen, mit ihnen zu sprechen und zu diskutieren.

Für die so herzliche Aufnahme und große Gastfreundschaft – vor dem Hintergrund der besonderen deutsch-israelischen Beziehungen keineswegs selbstverständlich – sind wir sehr dankbar.

Und dankbar sind wir auch für fast 30 Jahre Schüleraustausch innerhalb der Städtepartnerschaft Bielefeld–Nahariya, seit 1989 mit dem Gymnasium Heepen, seit 2006 mit dem Ceciliengymnasium und auch dem Helmholtz-Gymnasium – dafür also, dass die Brücke nach Nahariya  weiter so lebendig ist.

ולהתראות שלום

Geschrieben von Christian Fabriz

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