Politik zum Mitmachen: Planspiel Bundestag am 05./06.07.2017

Was tut ein Abgeordneter einer Partei, wie entstehen unsere Gesetze und wie verläuft eigentlich eine Bundestagssitzung? Dies spielerisch in Teams zu erfahren war das Ziel des „Planspiel Bundestag“, an dem rund 35 Schüler/innen der Klassen 8-11 im Juli teilnahmen. Bereits mehrere Wochen vorher fing die SV an diese zwei Projekttage zu organisieren und besonders viel Einsatz zeigten die Hauptorganisatorinnen Alina Siekmann (Q1) und Emma Grüger (9).

Politisch interessierte Schüler/innen lernten die Abläufe im Bundestag näher kennen und bekamen die Möglichkeit mehr über die Gesetzgebung in Deutschland zu erfahren. Zudem erhielten sie Einblicke in die Arbeitsweise des Deutschen Bundestags. Die Projekttage standen unter der Fragestellung: Warum sollen Jugendliche  sich politisch interessieren und engagieren. Darüber hielt die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW von 2015-2017,Christina Kampmann (SPD), zum Auftakt des Planspiels einen Vortrag.

Nach einem unterhaltsamen Einführungsvideo in die parlamentarische Demokratie und dem Vortrag der aktuellen Bundestagsabgeordneten begann für alle Teilnehmer/innen ihre erste Fraktionssitzung. Anhand vorbereiteter Schilder wurde die Parteizugehörigkeit geklärt und die Schüler und Schülerinnen konnten sich in den mit zahlreichen Wahlplakaten und Parteiartikeln gestalteten Fraktionsräumen im Neubau mit ihrer Partei vertraut machen. Sie begannen auch schon sich über die Position ihrer Partei zu der Frage „Soll Cannabis in Deutschland legalisiert werden?“ zu informieren und begaben sich somit in die Rolle eines Abgeordneten. Dies gelang sehr gut und die Schüler/innen konnten ihren jeweiligen Standpunkt sehr gut vertreten, auch wenn die Position der Partei nicht immer mit der privaten Meinung übereinstimmte.

Im Anschluss daran hatten die Teilnehmer/innen in den jeweiligen Fraktionen die Aufgabe den vorgelegten Gesetzesentwurf zu verteidigen, oder im Interesse der Partei zu ändern. So entstanden vier Anträge: Von der CDU, SPD, Den Grünen und Der Linken zur Änderung des Gesetzesentwurfs.

In der zweiten Fraktionssitzung einigten sich die Schüler/innen auf gemeinsame Positionen und sogar Partnerschaften mit anderen Parteien wurden in Erwägung gezogen, denn allen war bewusst: In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit. So kam es zu hitzigen Diskussionen zwischen den Parteien und erste Positionen wurden kontrovers diskutiert. Das war eine sehr gute Vorbereitung auf das mit Spannung erwartete Finale am zweiten Tag: Die Plenardebatte.

In der Aula stellte jede Fraktion ihre Position der Öffentlichkeit vor. Viele Schüler/innen aus den unteren Klassen, kamen zum Zuschauen aber auch zur Unterstützung ihrer Freunde oder besser gesagt den neuen Abgeordneten. Die jeweiligen politischen Gegner wurden mit Argumenten, Fachwissen und durchaus unterhaltsamer Rhetorik konfrontiert. Spannende und, dank der „Bundestagspräsidentin“ Alina Siekmann, meist sachliche Diskussionen kamen in Gang und die Zuschauer konnten gebannt der Debatte folgen.

Diese zwei Schultage waren eine tolle Abwechslung zum „normalen“ Schulalltag und eine Bereicherung für unsere Schule. Politik wurde real und spannend. Sogar in den Pausen blieben die Abgeordneten in ihrer Rolle und diskutierten munter weiter. Sie tauchenten Die „Abgeordneten“ tauchten immer stärker in das Planspiel eine. Die Fraktionsgruppe wurde eine Gemeinschaft, die sich zusammen für ein Ziel einsetzte.

Abschließend kann man sagen, dass das „Planspiel Bundestag“, welches wochenlang von der SV vorbereitet wurde, ein voller Erfolg war und wir eine Fortsetzung im Schuljahr 2017/2018 planen.

Jugendliche sollten sich mit Politik auseinandersetzen und sich engagieren, denn die Politik von heute bestimmt über unser Leben von morgen. Wir sind die nächste Generation, die an der Reihe ist zu entscheiden. Unser Planspiel hat politisches Wissen vermittelt und war, von der Organisation bis hin zur Plenardebatte, Politik im Kleinen.

Wir sind stolz auf diese gelungenen zwei Tage und freuen uns auf nächstes Jahr, wenn unsere Abgeordneten in die dritte Runde gehen können!

Bericht: Marie Sander

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