NRW-Landtagspräsident André Kuper zu Besuch am Gymnasium Heepen

Am Mittwoch, den 25. September 2019, war Landtagspräsident André Kuper zusammen mit der Sachbereichsleiterin für Jugend und Parlament Dorothea Dietsch und dem Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen bei uns zu Gast. Nachdem Herr Neidhardt, Schulleiter des Gymnasiums Heepen, unsere Gäste herzlich begrüßte und Dorothea Dietsch einen Vortrag über den Landtag und die Aufgaben des Landtagspräsidenten hielt, hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, dem Landtagspräsidenten und dem Oberbürgermeister Bielefelds Fragen zu stellen.

Es herrschte eine tolle Atmosphäre, dank der vielen interessierten Schülerinnen und Schülern, die eine Vielfalt an Fragen stellten. Darunter wurden von den rund 180 Schülern Fragen zur inneren Sicherheit, der Entlastung der Polizei durch eine Cannabis-Legalisierung, der Digitalisierung Deutschlands, der typische Alltag im Landtag und noch zu einigen weiteren Themen gestellt. Diese Fragen wurden verständnisvoll und realistisch von Landtagspräsident André Kuper und Oberbürgermeister Pit Klausen anhand von Beispielen erklärt und die Schwierigkeiten der Umsetzung einiger Lösungsansätze aufgezeigt. Dabei bezog André Kuper die Antwort meist auf die Situation auf Landesebene, Pit Klausen hingegen auf Bielefeld. So erhielten die engagierten Schülerinnen und Schüler eine sehr ausführliche Antwort auf ihre spannenden Fragen, von verschiedenen Standpunkten betrachtet. Dies war auch der Tatsache geschuldet, dass André Kuper in seinem Amt als Landtagspräsident mit politischer Neutralität überzeugen konnte. Als ihn ein Schüler nach seiner Meinung zu der AFD fragt, antwortet Kuper, dass es ihm nicht zustehe, das zu bewerten. „Alle Abgeordneten sind demokratisch gewählt“ , antwortet der Landtagspräsident. Eigene Ansichten müssen oft der Neutralität weichen, das Amt gilt als unparteiische, repräsentative Spitze des des nordrhein-westfälischen Parlaments. Er hat sich aber nicht nur neutral gegenüber den Parteien, sondern auch den Schülerinnen und Schülern verhalten. Er antwortete mit Bedacht auf jede Schülerfrage.

Es wurden allerdings nicht nur Fragen zu aktuellen politische Themen beantwortet, sondern auch über Herrn Kuper selbst, wie er zur Politik kam, wie er zum Bürgermeister der Stadt Rietberg und letztendlich Landtagspräsident wurde.

Ziel des Besuches war es, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bringen, sich Gedanken über die Politik und insbesondere die Demokratie zu machen.

Dass dieser Besuch so reibungslos ermöglicht wurde, ist der guten Organisation der Schulleitung und der Lehrerinnen und Lehrer, insbesondere Frau Ködderitzsch, Frau Landwehr , Herrn Albrecht, Herrn Neidhardt und Herrn Meyer zu verdanken! Dadurch hatten die Schülerinnen und Schüler eine Chance, mit den Politikern zu reden, die sie auch genutzt haben.

(Bericht: Henry Wenzel, Q1)

 

Kuper erzählte den Schülern aber auch, wie er zur Politik kam. Als er sich über bestimmte Missstände ärgerte, habe er festgestellt, dass man bereit sein müsse, sich zu engagieren. Kuper, Jahrgang 1960, trat als Jugendlicher in die Junge Union ein. Mitglied einer Partei zu sein heißt für ihn jedoch nicht, allem was die Partei vertritt, zuzustimmen. Besonders als Mitglied der Jungen Union vertrat er z.B. in Sachen Umwelt Ideen, die seine Partei erst Jahre später umgesetzt hat.

Ein weiterer Abschnitt seiner politischen Karriere war seine Tätigkeit als Bürgermeister der Stadt Rietberg, zu dem er 1997 gewählt wurde. 2012 zog Kuper erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein.
„Wie wurden Sie Landtagspräsident?“, wollte ein Schüler daraufhin wissen. „Ich wurde angesprochen“, erzählte Kuper. Ministerpräsident Armin Laschet hatte ihn gefragt. Nach Rücksprache mit seiner Frau, die ihm dazu riet, das Amt anzunehmen, sagte er zu. Geplant hatte er diese Karriere so nicht.

Eine zentrale Aufgabe sieht André Kuper darin Schülerinnen und Schülern Demokratie nahe zu bringen. Im Gespräch merkt man wie wichtig ihm das ist. Er versteht sich als „Botschafter der Demokratie“ und möchte die Jugendlichen ermutigen, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Menschen auf Dauer gut zusammenleben können. Aber Veränderungen kosteten oftmals Zeit. „Politik ist das geduldige Bohren dicker Bretter.“ Mit diesem Zitat von Max Weber möchte er die Schülerinnen und Schüler ermuntern nicht zu schnell aufzugeben, wenn die Dinge sich in ihren Augen zu langsam verändern.

Als der offizielle Teil dann vorbei war, nahmen sich unsere Gäste noch fast eine halbe Stunde Zeit um persönliche Gespräche zu führen. Ein Erlebnis, welches die Schülerinnen und Schüler sicher nicht so schnell vergessen werden .

(Bericht: LW)

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