Zum 10. Mal im Gymnasium Heepen – der Vorlesewettbewerb (Stadtrunde II)

Am Donnerstag, den 20.02.2020, um kurz vor 15 Uhr warteten zahlreiche Gäste vor der Cafeteria unserer Schule: Auf dem Programm stand die Stadtausscheidung zum diesjährigen Vorlesewettbewerb (Stiftung Börsenverein des Deutschen Buchhandels), und mit mir warteten zehn TeilnehmerInnen und ihre Begleitung,Vertreter der Presse, die Organisatoren sowie die Jurymitglieder, zu denen ich –  als ehemalige Lehrerin der Schule –  gehörte. Ich erinnerte mich: 2011 fand der Wettbewerb für die Stadt in unserer Schule statt, damals für alle Schulen im Bielefelder Stadtgebiet.

Bei der diesjährigen Veranstaltung begrüßten Herr Knäpper sowie Frau Saphörster die Gäste und erklärten die Bedingungen des Wettbewerbs; dabei bemerkte ich die ansprechend gestaltete Cafeteria. Man fühlte sich wohl. Die KandidatInnen für den Wettbewerb wirkten etwas aufgeregt. Doch als ein Applaus bekräftigte, dass alle VorleserInnen auf ihr Können vertrauen dürften, weil sie schon zweimal gesiegt hätten, entspannten sich die Gesichter.

Und nun ging es los!

Zum ersten Mal war ich nun Jurymitglied bei dem Wettbewerb, nicht mehr Organisatorin, und sollte die Lesevorträge nach Lesetechnik (Tempo, Artikulation, Wortverständnis usw,), Darstellung (Lautstärke, Betonung, Variation usw.) sowie Textstellenauswahl (Interesse, Abwechslung, Figuren usw.) bewerten. Ich war gespannt und neugierig. Was würde kommen? Und ich wurde nicht enttäuscht!!!

Alle TeilnehmerInnen, dieses Mal mehr Jungen als Mädchen, haben mit Freude vorgelesen und konnten flüssig lesen! Jeder bemühte sich um die Interpretation seiner selbstgewählten Textstelle. Gelesen wurde aus Klassikern, wie „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, „Harry Potter…“ von J.K. Rowling oder „Krabat“ von O. Preußler. Andere interessante, weniger bekannte Buchtitel gab es freilich auch, z.B. „Schlangenjagd“ von C. Hiaasen. Bei der Präsentation von Fremdtexten (Cornelia Funke, „Drachenreiter“) zeigten die Vorleser viel Textverständnis. Das Publikum lauschte und applaudierte.

Als Jurymitglied erlebte ich anschließend eine längere und intensive Beratungsphase. Jeder begründete seine Wahl. Dann endlich: Der Konsens war gefunden! Und zwei Buchgeschenke aus der Büchertüte der Buchhandlung Heepen, vertreten von Frau Wäschebach als Jurymitglied, wurden zusätzlich eingesetzt, denn der zweite Platz wurde zweimal vergeben und es gab noch einen Förderpreis!

Den ersten Preis erhielt Justin Löwen mit „Hugos geniale Welt“. Marit Dreyer („Der kleine Hobbit“) und an Sebastian Kopp („Krabat“) belegten gemeinsam den zweiten Platz. Über den dritten Platz konnte sich Thore Struck („Der kleine Hobbit“) freuen und den Förderpreis erhielt Ali Sakr (C. Cerasi, „Angry Birds“).

VorleserInnen, Publikum, die Organisatoren Herr Knäpper,  Frau Saphörster, Frau Uetrecht, Frau Wäschebach und Herr Dr. Schnitzler strahlten beim abschließenden Pressefoto Zufriedenheit aus.

Auch ich hatte ein gutes Gefühl: eine rundum gelungene Veranstaltung!

Ingrid Wilker

 

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