Mehr Lust auf Politik: Planspiel Bundestag

Mehr Lust auf Politik: Planspiel Bundestag

Nicht nur die parlamentarische Demokratie spielerisch erfahren, sondern auch mittels interessanter Diskussionen den Spaß an politischer Stellungnahme aufleben zu lassen – das ist das Ziel des „Planspiel Bundestag“, an dem Schüler und Schülerinnen der 8. – 12. Klassen teilnehmen können. Die Organisation wird von SV-Mitgliedern durchgeführt.

Digital StillCameraPolitisch interessierte Schüler bekommen die Möglichkeit, die Abläufe im Bundestag näher kennen zu lernen. Sie lernen auch, wie Gesetzgebung funktioniert und erhalten Einblicke in die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages, wobei auch die Bundestagsabgeordneten des Bielefelder Wahlkreises zum teil anwesend sind. Nach einer Einführung verabschieden sich die in ihre Rolle tauchenden Schüler in ihre erste Fraktionssitzung: in den mit zahlreichen Wahlplakaten und Parteiartikeln gestalteten Fraktionsräumen im Neubau erarbeiten alle Abgeordneten der fünf im Bundestag vertretenen Parteien zunächst eine persönliche Position. Sie machten sich Gedanken über Themen wie Bürgerbeteiligung und einer Alternative zum Freiwilligen Sozialen Jahr und versetzen sich so schon einmal etwas in die Situation eines Abgeordneten. Dies gelingt so überzeugend, dass sich die Fraktionen bei zum Teil hitzigen Diskussionen, wie idealerweise auch in der richtigen Politik, mit guter Kompromissfähigkeit auf eine gemeinsame Position einigen können.

Im Anschluss daran verhandelen die Abgeordneten der Fraktionen in den zwei themenbezogenen Ausschüssen mit dem Ziel, den vorliegenden Gesetzesvorschlag zu verteidigen oder auch einige Paragraphen so zu ändern, dass diese den Zielen der eigenen Partei eher entsprechen.

In der zweiten  Fraktionssitzung einigen sich die Schülerinnen und Schüler auf eine gemeinsame Position zu den Ergebnissen der Ausschussarbeit, also auch auf ein Abstimmungsverhalten für die endgültige Version der Gesetzesentwürfe. Dann stehen auch schon die letzten Verhandlungen mit anderen Fraktionen an; eine Partei allein entscheidet schließlich keine demokratische Abstimmung. So kommt dann am zweiten Tag das mit Spannung erwartete Finale: Die Plenardebatte.

Die Fraktionen stellen hier ihre Positionen detailliert der Öffentlichkeit in der Aula vor. Die jeweiligen politischen Gegner werden mit Argumenten, Sachkenntnis und auch Rhetorik in die Knie gezwungen. Der Bundestagspräsident muss manchmal einschreiten, um verbale Entgleisungen zu verhindern.

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