Zur Geschichte der Mensa

Die neue Men­sa am nörd­li­chen Zu­gang auf den Schul­cam­pus in Hee­pen ist eine Er­wei­te­rung für den Ganz­tags­be­trieb des Gym­na­si­ums und der Re­al­schu­le. An der Schnitt­stel­le zwi­schen Schu­le und öf­fent­li­chem Grün ist ein Neu­bau mit Licht durch­flu­te­tem In­nen­hof entstan­den, um den sich die Klas­sen- und Grup­pen­räu­me der obe­ren Ge­schos­se ori­en­tie­ren.

Neubau Ganztagsschule HeepenEine Ver­gla­sung über die kom­plet­te Ge­bäu­de­hö­he de­fi­niert den Ein­gang. Das Erd­ge­schoss ist of­fen und groß­zü­gig ge­stal­tet. So er­gibt sich die Mög­lich­keit, den Raum auch für grö­ße­re Ver­an­stal­tun­gen zu nut­zen.

Dass die­ses Ge­bäu­de wäh­rend der Pla­nungs­pha­se län­ge­re Zeit auf Wan­der­schaft war, ge­hört zu den Ge­schich­ten, die der Neu­bau un­ter an­de­rem er­zäh­len kann.

Nach Um­ver­le­gung der Fern­wär­me­lei­tun­gen und di­ver­ser Grund­lei­tun­gen konn­te An­fang Mai 2010 mit dem Roh­bau be­gon­nen und Mit­te Feb­ru­ar 2011 das Ge­bäu­de be­zo­gen wer­den.

Gemein­sam mit Frau Mel­chi­or vom Im­mo­bi­li­en­ser­vi­ce­be­trieb der Stadt Bie­le­feld ha­ben wir ein Haus ent­wor­fen, das so­wohl dem Gym­na­si­um, als auch der Re­al­schu­le als ein neu­es ge­mein­sa­mes Zen­trum dient.

Die gro­ße Ein­gangs­hal­le über 3 Ge­schos­se soll zum Markt­platz von Aus­tausch, Kom­mu­ni­ka­ti­on und ge­mein­sa­mer Pro­jek­te wer­den. So ist es ge­plant.

In der Men­sa kön­nen 250 Per­so­nen gleich­zei­tig ihr Es­sen ein­neh­men. Eine mög­li­che 2. Es­sens­aus­ga­be ist vo­rin­stal­liert und kann bei Be­darf in Be­trieb ge­nom­men wer­den. Da­rü­ber hi­naus ist die Kü­che so kon­zi­piert, dass, wenn es von Sei­ten des Schul­trä­gers ge­wünscht wird, die rei­ne Ver­teil­kü­che zu ei­ner „cook and chill“- Kü­che auf­ge­wer­tet wer­den kann.

Neubau Ganztagsschule HeepenSo­wohl von au­ßen, als auch im In­ne­ren gibt es kla­re ge­stal­te­ri­sche und ar­chi­tek­to­ni­sche Vor­ga­ben. Die­se er­öff­nen aber gleich­zei­tig dem Nut­zer die Mög­lich­keit, sich mit ei­ge­nen Ideen ein­zu­brin­gen und so dem Haus ei­ge­ne Ak­zen­te zu ver­lei­hen. Da­bei soll­te al­ler­dings aus un­se­rer Sicht, das Vor­han­de­ne Maß­stab für kom­men­de Ge­stal­tungs­wün­sche sein.

Archi­tek­tur kann An­ge­bo­te ma­chen, räum­li­che Vo­raus­set­zun­gen schaf­fen, kann aber auch durch ge­stal­te­ri­sche Qua­li­tä­ten mo­ti­vie­ren und un­ter­stüt­zen.

Das The­ma Far­be in der Ar­chi­tek­tur ist ne­ben dem funk­ti­o­na­len Kon­zept und der Ma­te­ri­a­li­tät ein wich­ti­ges ge­stal­te­ri­sches Ele­ment, das in Bie­le­feld, wie wir ja in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den in der Zei­tung ver­fol­gen kön­nen, ger­ne aus­gie­big dis­ku­tiert und an­ge­wen­det wird.

Auch die­ses Ge­bäu­de lebt zu ei­nem Teil von der Far­big­keit der Fas­sa­de oder z.B. der Far­be des Bo­den­be­la­ges.

Da­bei ist es un­se­rer Mei­nung nach wich­tig, dass Far­be eine qua­li­tät­vol­le Ar­chi­tek­tur un­ter­stützt, sie nicht er­setzt oder do­mi­niert, statt des­sen dem Nut­zer zu­gesteht, auch ei­ge­ne farb­li­che Ele­men­te im Lau­fe der Nut­zung mit ein­zu­brin­gen.

Das Pla­nen und Bau­en von Ge­bäu­den ist vor dem Hin­ter­grund der ge­setz­li­chen Vor­ga­ben und der tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten eine hoch­kom­ple­xe Auf­ga­be ge­wor­den.

Der Ar­chi­tekt als Ge­ne­ra­list und Ex­per­te für Ent­wurf, Ma­te­ri­al, Far­be, Haus­tech­nik, Sta­tik, Brand­schutz, Bau­grund, Schadstof­fe, Si­cher­heit, Ge­sund­heit und Ver­mes­sungs­we­sen ge­hört si­cher­lich schon lan­ge der Ver­gan­gen­heit an.

Umso wich­ti­ger ist es, ein gu­tes Pla­nungs­team am Start zu ha­ben, das ver­ant­wor­tungs­voll zu­sam­men­ar­bei­tet. Dass die­ses Ge­bäu­de in die­ser Qua­li­tät, nach nur 10 Mo­na­ten Bau­zeit bis zum Ein­zug und mit deut­li­cher Un­ter­schrei­tung der ge­schätz­ten Bau­kos­ten re­a­li­siert wer­den konn­te, ist Ver­dienst al­ler an der Pla­nung und Aus­füh­rung Be­tei­lig­ter.

Stell­ver­tre­tend für den Bau­herrn möch­te ich dem Pro­jekt­lei­ter des ISB Herrn Rai­ner Ma­ger mit sei­nem Team dan­ken, den be­tei­lig­ten Pla­nungs­bü­ros für Trag­werk und Haus­tech­nik, den aus­füh­ren­den Hand­werks­be­trie­ben und last but not least Ro­ger Stein als  pro­jekt­lei­ten­den Ar­chi­tek­ten aus un­se­rem Büro. Auch in schwie­ri­gen Si­tu­a­ti­o­nen, die bei der­art kom­ple­xen Auf­ga­ben mit so vie­len Be­tei­lig­ten na­tür­lich im­mer wie­der auf­tau­chen, hat er stets die Ner­ven be­hal­ten und die­ses Pro­jekt um­sich­tig ans Ziel ge­steu­ert.

Auch gilt na­tür­lich un­ser Dank den bei­den Schu­len, denn ohne Ihre en­ga­gier­te und sehr kon­struk­ti­ve Mit­ar­beit wäh­rend der Pla­nungs- und Bau­zeit (und ge­plant ha­ben wir ei­gent­lich bis zum Schluss!), wä­ren wir nicht so gut durchs Ziel ge­gan­gen.

Kai Brüchner-Hüt­te­mann

Brüchner-Hüt­te­mann Pasch bhp

Ar­chi­tek­ten + In­ge­nieu­re BDA, Bie­le­feld

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