Studienfahrten

Kursfahrt nach Malta

image038Mitten in der Nacht trafen sich der Englischkurs von Herrn Handt und der Erdkundekurs von Frau Maschmeier der Jahrgangsstufe 13, sowie Frau Reich und Herr Hopmeier an der Schule, um der Kälte Deutschlands zu entkommen.

Nach einem überbuchten Flug kamen wir schließlich doch alle auf Malta an und wurden zunächst bitter enttäuscht. Wir machten uns auf den Weg zum Hotel und konnten zahlreiche Baustellen bewundern, doch Gras und Bäume suchten wir vergeblich. Da Malta sehr zugebaut ist, erschien uns die Insel auf den ersten Blick nicht wie ein beliebtes Urlaubsziel. Im Hotel angekommen, sahen wir uns mit vielen Mängeln wie Schimmel, Kakerlaken und kaputten Badezimmerdecken konfrontiert.

Nachdem jedoch viele ihre Zimmer gewechselt hatten, gab es glücklicherweise keine weiteren gravierenden Beanstandungen. Das Abendessen war ein weiterer Tiefpunkt des Tages, als uns „ Pommes mit Schnitzel“ serviert wurden, die man geschmacklich als solche gar nicht identifizieren konnte. Danach war der erste Tag zum Glück überstanden.

Der nächste Tag begrüßte uns mit Dauerregen, doch davon ließen sich die Lehrer nicht aufhalten und schleppten uns unerbittlich nach Valletta. Nach einer Stunde vergeblicher Suche nach dem Markt, wurden wir mit nassen Schuhen belohnt und die Lehrer gaben auf.

Am nächsten Tag bei Sonne fanden wir Valletta deutlich schöner, sodass bei der Stadtführung alle schon bessere Laune hatten. Valletta ist die flächenmäßig kleinste Hauptstadt in der EU und zählt aufgrund ihrer langen Geschichte und kulturellen Bedeutung zum UNESCO-Welterbe.  Den restlichen Tag konnten wir nach eigenem Interesse gestalten, einige waren im Archäologischen Museum, während andere zum Hotel zurückfuhren, sich den Hafen anschauten oder shoppen gingen.  Wer geglaubt hatte, auf Malta chillen zu können, wurde am Dienstag eines besseren belehrt. Der Tag fing harmlos mit einer Busfahrt zu den Dingli Cliffs, der Steilküste im Süden Maltas, an.

Während wir Schüler noch die Aussicht auf das Mittelmeer und die Insel Filfla genossen, schmiedeten die Lehrer geheime Pläne, wie sie uns die nächsten Stunden beschäftigen könnten. Es stellte sich heraus, dass die einzige Buslinie nach Mdina ein kleiner Minibus war, sodass uns nichts anderes übrig blieb als mindestens 5 km zu latschen. Um sicherzustellen, dass wir, endlich angekommen, ja nicht faulenzen, sollten wir eine Stadtrallye machen.

Für alle, denen das noch nicht gereicht hatte, gab es anschließend die Möglichkeit Katakomben zu besichtigen, die zur Zeit der Römer angelegt wurden. Wissenswertes über die verschiedenen Gräber vermittelte uns der Audioguide, den wir am Eingang erhielten.

 

Doch einige entdeckten für sich, dass man die Katakomben besser zum Erschrecken der Mitschüler nutzen kann und waren ständig auf der Suche nach neuen Opfern. Nach einem solchen ereignisreichen Tag erwartete uns Pizza zum Abendessen, was eine deutliche Verbesserung zu den Pommes der vorherigen Tage darstellte.

Auch am Mittwoch widmeten wir uns zunächst der Geschichte Maltas und besichtigten die Steinzeittempel „Hagar Qim“ und „Mnajdra“, die zwischen 3600 und 3200 vor Christus gebaut wurden. Währenddessen machte ein Teil des Kurses eine Bootstour durch die Blue Grotto.

In einer Bucht in der Nähe trafen wir uns wieder und diejenigen, die an Badehosen gedacht hatten, konnten ins Wasser springen. Einige waren enttäuscht, dass es keinen Strand gab, andere fanden gerade das besonders cool und stürzten sich begeistert von Klippen in die Wellen.

Am letzten Tag vor der Abreise fuhren wir mit der Fähre nach Gozo, die kleine Nachbarinsel Maltas. Nach einer Fahrt von etwa einer halben Stunde, während der glücklicherweise niemand seekrank wurde, steckte man uns in Busse, die uns zunächst in die Hauptstadt Victoria brachten.   Dort hatte man von der Festung aus einen schönen Blick über die Insel. Im Verlauf des Tages sahen wir noch viele weitere interessante Orte, wie zum Beispiel das „Azure Window“ an der Westküste der Insel, das uns einen fantastischen Ausblick auf das Meer bot.

Den Rest des Tages konnten wir am Strand verbringen, die Sonne genießen und einfach entspannen – kurz gesagt, der Tag war ein voller Erfolg.  Doch leider mussten wir am nächsten Tag schon wieder weg, gerade dann, als wir Malta für uns entdeckt hatten und gar nicht mehr die 27 Grad vor Ort gegen 8 Grad in Deutschland tauschen wollten.

Insgesamt hatten wir eine abwechslungsreiche Woche und die anderen werden uns zustimmen, dass wir eine tolle Zeit hatten, auch wenn das Essen im Hotel nicht gerade das Beste war. Mit der Zeit haben wir viele schöne Ecken Maltas kennengelernt und auch an den Linksverkehr und den Fahrstil der Malteser (man bekommt den Eindruck, dass die Hupe häufiger benutzt wird, als die Bremse) hatten wir uns schließlich gewöhnen können. Das Programm war interessant und es bot sich abends oder zwischendurch genügend Zeit, um eigenständig Land und Leute kennen zu lernen.

Wir alle werden diese Kursfahrt sicher noch lange in guter Erinnerung behalten!

Vitali Becker, Luisa Peter
(Heepen, 2011)

 

Powered by WordPress | Designed by: WordPress Themes | Thanks to best wordpress themes, Find WordPress Themes and Themes Directory