Nachhaltigkeit weiterdenken – Zehntklässler präsentieren ihre Projekte beim Festival „Denken.Fühlen.Handeln.“

Wie wollen wir in Zukunft leben? Und was braucht es, damit ein gutes Leben für alle Menschen möglich wird – ohne die Lebensgrundlagen unseres Planeten zu gefährden?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler*innen des Wahlpflicht-II-Kurses „Gesellschaft erkunden“ der Jahrgangsstufe 10 während eines gesamten Schulhalbjahres. Begleitet wurde das Projekt von Dr. Lara Bartels vom Welthaus Bielefeld e. V., die den Kurs fachlich unterstützte und den Blick immer wieder auf globale Zusammenhänge lenkte.
Ausgangspunkt der Unterrichtsreihe waren die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals, kurz SDGs, der Vereinten Nationen.
Ein besonderer Baustein des Projekts war eine Zukunftswerkstatt in der Wissenswerkstadt Bielefeld, die vom Welthaus Bielefeld e. V. durchgeführt wurde. Dort entwickelten die Jugendlichen eigene Fragestellungen und fanden Themen, die sie besonders interessierten und zu denen sie selbstständig weiterarbeiten wollten.
Die Form ihrer Arbeitsergebnisse konnten die Schüler*innen frei wählen. So entstand eine beeindruckende Vielfalt an Produkten: Websites, ein Podcast, eine Instagram-Seite, eine Broschüre, ein Erklärvideo sowie Präsentationen und Facharbeiten. Die freie Wahl der Darstellungsform ermöglichte es den Jugendlichen, ihre individuellen Interessen und Stärken einzubringen und ihre Themen kreativ aufzubereiten.
Ein besonderer Höhepunkt des Projekts folgte am 3. Juli: Mehrere Arbeitsgruppen erhielten die Gelegenheit, ihre Ergebnisse im Rahmen des Festivals „Denken.Fühlen.Handeln.“ in der Wissenswerkstatt Bielefeld einem interessierten Publikum vorzustellen.
Der Workshop wurde von Alberto Acosta und der Journalistin Sandra Weiss geleitet. Alberto Acosta zählt zu den Mitbegründern des Konzepts des Buen Vivir („Gutes Leben“), einem Ansatz, der nicht wirtschaftliches Wachstum, sondern das Leben in Gemeinschaft, soziale Gerechtigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur in den Mittelpunkt stellt.
Im Mittelpunkt des Workshops stand jedoch nicht die Person der Referierenden, sondern der gemeinsame Austausch: Die Jugendlichen präsentierten ihre Ergebnisse, beantworteten Fragen und diskutierten engagiert über Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit und mögliche Wege in eine lebenswerte Zukunft. Dabei brachten sie ihre eigenen Positionen selbstbewusst ein und zeigten, wie intensiv sie sich mit ihren Themen auseinandergesetzt hatten.
Für die Schüler*innen war diese Veranstaltung eine besondere Erfahrung. Sie konnten erleben, dass ihre Ideen und Überlegungen nicht im Klassenraum bleiben, sondern Teil gesellschaftlicher Debatten sind. Gleichzeitig zeigte das Projekt eindrucksvoll, wie Unterricht junge Menschen dazu befähigen kann, sich fundiert mit aktuellen Herausforderungen auseinanderzusetzen, eigene Positionen zu entwickeln und diese überzeugend zu vertreten.
Wer sich selbst ein Bild von der Vielfalt der entstandenen Arbeiten machen möchte, findet auf unserer TaskCards-Pinnwand die Projekte dieses und des vergangenen Schuljahres. Von Podcasts und Websites über Erklärvideos bis hin zu Broschüren und Facharbeiten zeigt sie eindrucksvoll, wie kreativ und engagiert sich unsere Schüler*innen mit Fragen nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen.
Hier geht es zur TaskCards-Pinnwand:
https://www.taskcards.de/#/board/42b9db00-9e5e-4afc-a4b7-667e313e4141/view
Anneke Hartmann
Lehrerin für Musik und Sozialwissenschaften



